Persönliche Notizen zum Vortrag von Willigis Jäger über Integrale Spiritualität, 20.10.2006

Frankfurter Ring: Haus der Jugend FFM.

 

 

Drei ebene der spirituellen Evolution:

 

·        Magische

·        Mythische

·        Mentale

 

Spirituelle Symbole sind wie Buntglasfenster: Sie versuchen über das farblose licht, das hinter dem Fenster liegt, zu berichten.

 

Exoterische  Aspekte aller Religion munden über die Esoterik in der „gleichen“ mystischen Erfahrung

 

Stufen der Religiosität:

 

·        Volksreligion - Fundamentalismus/Opferkult

 

·        Theodizee - mit Verstand konstruiert: Ikonen der christlichen Glaubensbekenntnis aus antik Ägypten übernommen

 

·        Mystik - Offen zur Wirklichkeit des jenseitigen Hintergrunds des Augenblicks.

 

Der Mensch ist eine einzelne Note in einer Symphonie, der Klang der Symphonie Gott.

(Yi (Intention) ist der Klang des Herzens (Xi): Red.)

 

Sich selbst als gespieltes Instrument zu erfahren.

Der Musik geht immer weiter.

 

Gott schmeckt sich selbst in allen Dingen Meister Eckhart

 

Entwicklung eines sekundären Bewusstseins; Öffnung der Persönlichkeit weg von der Hypertrophie der Ratio, Entbindung aus der Symbiose der Egozentrismus.

 

Materie ist etwa 1% des Universums. Und die andere 99%?

 

Die Beziehung mit der Einheit ist Realität, Form die Entfaltung eines geistigen Feldes. Sie kommt aus der Stille -  Ruhe verändert!

 

Ruhe schafft die Grundlage für einen Wandlungsprozess von Innen, und erweckt verwandelnde Kraft.

 

Es gilt die Schleier des Egoismus zu lüften, und die eigene wahre Natur zu erblicken.

 

Die Spiritualität ist eine reine Aufmerksamkeit der Nichtdualität des Seins, ein transpersonale Begreifens; Ein Begreifen was Du schon bist!

 

Zuerst sich selber in Ordnung bringen; Liebe verbindet und heilt.

 

Dieser Prozess findet in Gesellschaft von unten nach oben statt, nicht umgekehrt!

 

Das Ich hat Angst vor Chaos, Einsamkeit ist das Problem unserer Zeit.

Die Anbindung an einer Urwirklichkeit ist die Antwort dafür, ist Lebenshilfe.

 

Damit ist das Sein wichtiger als das Tun, um Ja zu sagen, zu was ich schon bin, mit alle darin enthaltenen Macken, mit Vertrauen loszulassen und mit Selbstverantwortung auf dem Weg zu gehen.

 

Die Motivation liegt hier jenseits der Moral, Ethik wächst aus der Erfahrung diese Einsicht.

 

Nur ein starkes Ich kann loslassen, und die verdeckende Schleier des Ichs lüften.

Ein schwaches Ich kann dies nicht vollbringen.

 

Zu sehen, dass Gott spielt sich selbst, auch in mir, und zu sehen, dass das Ich eine Masche im Netz des Alls ist, und mit allen Anderen untrennbar.

 

Früher in der Bibel gab es weiblicher Bilder der Gottheit (Gilgamesch Epos), das Hintergründige, das offenbart sich in schönen sowie hässlichen.

 

Der Spieler spielt sich selbst und erspielt auch mich.

 

 

Viele Wege – ein Ziel: Integrale Spiritualität

 

Es gibt zwei bewahrte Methoden in diese Erfahrung zu treten, die allen Religionen gemeinsam sind:

·        Die erste Grundstruktur ist Bewusstseinsvereinheitlichung.

 Ich habe einen Fokus, auf den ich meine ganze Aufmerksamkeit richte:

Ich habe also einen Fokus, an dem ich mich festmache und zu dem ich immer wieder zurückkehre, wenn Gedanken, Gefühle und Intentionen ablenken.

·        Die zweite Grundstruktur ist Bewusstseinsentleerung.

 Ich halte im Bewusstsein nichts fest, sondern werde leer.

 

 

Willigis Anliegen ist es, die Grundstruktur der verschiedenen Wege herauszuarbeiten und zu vermitteln. Ob er Zen nimmt oder Kriya Yoga oder Raja Yoga oder Patanjali oder Christliche Mystik oder auch die Sufi-Wege, sie verfolgen alle eine diese zwei Grundstrukturen.

 

 

 

„Warum schreiben Sie mir noch Liebesbriefe?

Ich bin da! Spüre mich!“

 

Frei nach Rumi